das riad anayela

marrakesch. das riad anayela.

marrakesch, schön wars. vor allem unser riad. das anayela.

das riad anayela

Angekommen am Flughafen in Marrakech, erwartete uns schon Abdelha. Unser Fahrer, der uns auch während unseres Aufenthalts immer spontan zu jeder Tages- und Nachtzeit zuverlässig und sicher irgendwo abholte und vor allem uns auch nach Hause in unser Riad brachte. Ich muss dazu sagen, dies ist meine erste Reise nach Marokko, so dass ich ehrlich die erste Autofahrt etwas staunend hinter mich brachte. Hupen, links, rechts, Fenster runter und kurz raus schreien und und und. Marokko Kennern brauche ich das sicher nicht zu erzählen, aber dagegen ist Italien echt ein Witz. Zwischendrin dann kleine Eselkarren, oder Maulesel, die schwere Wägen ziehen und hin und wieder eine Pferdekutsche, die Touristen durch die Stadt führt.

Nach wirklich einer, zumindest für mich, aufregenden Fahrt, erreichten wir den Bab Khemis. Von dort sind es keine 5 Minuten und durch zahlreiche kleine mehr oder minder betriebsame Gässchen, einmal nach rechts abgebogen, dann nach links erreichen wir das Riad Anayela. Also sagen wir es so, erreichen wir eine große schwarze Türe. Tritt man durch diese durch, ist alles ganz anders. Vergessen ist die Lautstärke, der Staub, das Gewussel. Ruhe und vor allem einfach nur Schönheit kommt einem entgegen. Und nicht zur vergessen Freundlichkeit.

Begrüßt wurden wir von Adil, nach Tradition, mit Datteln und Milch. Zusätzlich bekamen wir noch ein paar Hausschuhe und die dringliche Anweisung unsere Schuhe in das Regal im Vorraum zu stellen.

Wow. Wir waren wirklich entzückt. In der Mitte des Riads liegt ein kleiner Pool, die Erdgeschoss Zimmer (hiervon gibt es 2 Doppelzimmer, unter anderem unseres) habe so direkt Zugang zu diesem und ich kann mir gut vorstellen, wenn es so richtig heiß ist, dann kann man sich ein kurzes Bad nicht verkneifen. Für uns war er einfach nur wunderschöne Deko. Liebevoll außenherum verziehrt mit Lampen und Rosen. Zusätzlich befinden sich im Erdgeschoss auch noch die Tische für das Frühstück und natürlich das Abendessen, aber dazu später mehr.

das riad anayela

Ein Blick nach oben, und ich entdecke die Shisha Ecke. Eine Sitzlandschaft sondergleichen. Rundhierherum sind noch weitere Zimmer gelegen. Ein weiteres Doppelzimmer und 2 Suiten. Ein Stockwerk weiter oben, endlich, da ist sie: die Dachterasse. Liegen, Sitzgelegenheiten und vor allem der “rote fliegende Teppich”. Kissen zum Anlehen, Tablets für Getränke und vor allem rund herum leichte Vorhänge, so dass der Wind ganz angenehm durch die Sitzlandschaft weht. Aber ehrlich, schaut euch meine Bilder an, denn diese drücken es sicher (so hoffe ich zumindest)  besser aus.

das riad anayela

Jetzt aber mal zu den Hardfacts:

Der Service:

Perfekt. Vertrauensvoll und unaufdringlich. Da die Zimmer keine Türen haben, ist dies um so wichtiger. Es sind zwar Schiebetüren integriert, diese sind aber nur von innen schließbar (für nachts). Sonst dienen luftige, aber dennoch undurchsichtige Vorhänge als Türe. Zwischen Verlassen des Riads ( um natürlich die Stadt zu entdecken) und Wiederkommen, werden die Zimmer liebevoll gereinigt und mit kleinen Aufmerksamkeiten versehen (Trockenfrüchte, Nüsse, oder Kekse).

Das Essen:

Ohne mit der Wimper zu zucken, kann ich sagen, super. Wir kamen zweimal in den Genuss des Abendessens. Und beides mal wurden wir derart überrascht. Abendessen Nr. 1 Tajine mit Gemüse und Nr.2 Gemüsereis mit Gemüse/Fadennudel/SesamblätterteigFladen. Und nicht zu vergessen, den besten Nachtisch, den ich seit langem gegessen habe. Avocado Joghurt, also süß. Bisher zählte für mich die Avocado in erster Linie als Bereicherung der rezenten Küche oder für grüne Smoothies. Aber so richtig süß… sehr lecker!!!

das riad anayela

So nun das beste: das Frühstück. Feigenmarmelade, Erdbeer- und Orangenmarmelade, frische Früchte, wechselndes Müsli, Ziegenjoghurt, frischer Orangensaft und leckerer Café au lait. Achja und nicht zu vergessen, das warme duftende Baguette. Und jeden Morgen dann noch eine kleine Überraschung, wie z.B. Pfannkuchen oder Puddingplunder. Wirklich, sogar Lea fand das Frühstück super, und sie ist da wirklich sehr sehr kritisch! Wir hatten also jeden morgen einen wunderschönen Start in den Tag.

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Losgelöst von jeder Tageszeit: der Minztee. Besonders schön, dass er ungesüßt bestellt werden konnte. Ein großes Plus, das geht nicht überall.

Das Zimmer

Unser Doppelzimmer lag im Erdgeschoss. Eine wirklich große Badewanne und ein total hübsches Bad. Der Hauptraum wurde durch eine kleine Sitzecke in den Schlafbereich übergeleitet. Kein allzugroßes Zimmer, aber durch aus stilvoll und zum Wohlfühlen. Nachts war es noch etwas kalt, da die Vorwoche wohl etwas regnerisch war, aber dafür gibt es einen Radiator, der bei Bedarf eingesteckt werden kann. Ebenso im Bad. Etwas gewöhnungsbedürftig war allerdings die Fensterlosigkeit. Aber erstaunlicherweise orientiert man sich doch recht schnell auf den Innenhof, so dass man ganz schnell das Fenster nicht mehr vermisst.

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Das Ambiente:

Marrokanisch, modern und stilvoll. Mit Liebe zum Detail. Alles wirkt sehr detailgetreu restauriert und ich hatte das Gefühl, dass ich mich in einem authentischen Gebäude mit viel Historie befinde. Super, gibt es denn nichts schlimmeres als ein “gewollt aber nicht gekonnt”restauriertes Gebäude?

Das Personal:

Mehr als: Danke an alle! kann ich nicht sagen. So etwas von nett, freundlich und hilfsbereit. Für jede Frage ein offenes Ohr und vor allem immer eine Lösung.

Weiteres:

Wir bekamen ein Handy überreicht, in dem die wichtigsten Nummern eingespeichert waren. Driver, Ansprechpartner im Riad und die Nummer des Riads selbst, sowie die des Managers  (Mehdi). Wirklich klasse, denn wir hatten immer das Gefühl, dass gerade als zwei Mädchen und nichts passieren kann und wir aus jeder Situation gerettet werden:-)

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Meine Empfehlung:

  • eine Suite im ersten Stock und einmal Abendessen im Riad. Am besten vegetarische Tajine und als Nachtisch Avocadojoghurt. Zur Vorspeise dreierlei marrokanische Salate. Kosten für das Menü ca. 30 – 35 €. Für die Suite: ab 290,- € / pro Nacht.
  • einmal auf der Dachterasse den Sonnenuntergang bewundern.
  • der Frühstückspfannkuchen, der schon mit Honig und Butter bestrichen ist, nochmals etwas buttern und mit Feigenmarmelade verfeinern.
  • vom Riad zum Bab Layadi (wenn man z.B. zum Jardin Majorelle möchte) gehen. Immer dem blauen Pfeil nach (das haben wir mehrmals eingetrichtert bekommen). Hier erlebt man die Medina in ihrer Ursprünglichkeit. Und, wenn ihr nicht mehr rausfindet, dann habt ihr ja das Riad Handy.
  • Lasst euch von Abdelha am Djemma el Fna abholen (near the horse parking) und euch dann durch die Altstadt nach Hause fahren. Falls euch ein Bus entgegenkommt, ruhig Blut, das geht sich aus. Aber nur mit viel Aufregung und Präzision. Also kurzum, Abdelha ist der Held meines Besuches, denn er kann echt krass gut Autofahren.

das riad anayela

Thank you so much Adil and Abdelha. You did and of couse do a great job !!!!! We enjoyed our time absolutely.

Anmerkung: Unser Aufenthalt wurde durch das Riad Anayela unterstützt. Herzlichen dank hierfür! Dennoch bleibt meine Meinung davon unberührt und meine Eigene. Und ich empfehle gerne weiter!!!

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